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"Es ist die Aufgabe jeder Generation, sich mit
der Gesellschaft auseinander zu setzen"
Interview mit
Gino Leineweber
Hamburger
Autorenvereinigung, 21.05.2006
Gino,
du bist gebürtiger Hamburger, Jahrgang 1944, Schriftsteller
und seit 2003 erster Vorsitzender der
Hamburger Autorenvereinigung (HHAV). Zugleich bist du Deputierter
der Hamburger Kulturbehörde und im Vorstand der Buddhistischen
Gesellschaft Hamburg tätig. Wie bringst du alle diese Tätigkeiten unter
einen Hut?
Das frage ich mich auch manchmal. Aber mir machen alle Aufgaben viel
Freude, so dass ich selbst bei Zeitengpässen, die ab und zu auftreten,
niemals Stress empfinde. Außerdem habe ich mich organisatorisch optimal
eingerichtet.
Bleibt dabei überhaupt noch Freiraum zum Schreiben?
Merkwürdigerweise ja. Das ist eine Frage der Organisation. Ich
versuche pro Woche immer einige Tage einschließlich des Wochenendes
einzurichten, an denen ich keine Termine habe und auch keine anderen
Arbeiten erledigen muss. Das gelingt zwar nicht immer, aber meistens.
Seit einem Jahr beschäftige ich mich fast ausschließlich mit Lyrik.
Diese Arbeit ist erheblich angenehmer; macht nicht so dizzy wie drei
Stunden Prosa beispielsweise.
Was muss man sich unter der HHAV vorstellen? Wer kann hier
Mitglied werden, und was bietet sie ihren Mitgliedern?
Die Hamburger Autorenvereinigung versteht sich, und da unterscheiden
wir uns vielleicht von anderen Literaturvereinigungen, in erste Linie
als Interessenvertreter ihrer Mitglieder. Sie ist die Heimat von über
einhundert Hamburger Autorinnen und Autoren, von so bekannten wie
Siegfried Lenz, Walter Kempowski, Günter Kunert oder Arno Surminski, bis
zu unbekannten, die vielleicht drei Lyrikbände, ohne große Resonanz,
veröffentlicht haben. Wir sind offen für alle Art von Literatur. So
finden sich bei uns auch Sachbuchautoren, Drehbuchautoren und
Journalisten. Aufgenommen kann man werden, wenn man mindestens ein Buch
veröffentlicht hat. Bei Drehbuchautoren muss das Drehbuch verfilmt sein
und Journalisten müssen Artikel in renommierten Zeitschriften
veröffentlichen.
Unseren Mitgliedern bieten wir die Möglichkeit ihre Bücher bei uns
vorzustellen. Außerdem gibt es Themenabende, an denen sie Kurzbeiträge
(Prosa und Lyrik) vortragen können, die noch nicht veröffentlicht
wurden. Wir werden von diesem Sommer ab ein vierteljährliches
Mitteilungsblatt herausgeben, um damit die Kommunikation untereinander
zu verstärken. Dort können alle Mitglieder auch eigene Veranstaltungen
oder andere Aktivitäten bekannt machen. Wir werden zukünftig wieder
verstärkt Workshops veranstalten und darüber berichten. Wir denken dabei
an feste Termine zu bestimmten literarischen Themen (Krimischreiben,
Lyrik, Drehbuchschreiben, Leseschulung etc.). Einmal im Jahr
veranstalten wir eine literarische Reise, die uns schon in viele
interessante Städte Europas geführt hat. Die letzte Reise ging nach
Prag, und die nächste wird uns nach Triest führen.
Die HHAV vergibt den mit außerordentlichen 25.000 Euro dotierten
Hannelore Greve Literaturpreis. Wie kam es dazu, welchem Ziel dient der
Preis, und wie können Autoren sich hierfür qualifizieren?
In einem Gespräch mit der Hamburger Ehrenbürgerin und Mäzenin
Hannelore Greve ergab sich ihr Wunsch, einen großzügig dotierten
Literaturpreis zu stiften. Wir sind uns schnell einig geworden, dass der
Preis durch unsere Vereinigung alle zwei Jahre verliehen wird. Was mich
besonders erfreut hat, war, dass Frau Greve ohne Zögern auch unserem
Vorschlag gefolgt ist, neben dem großen Literaturpreis auch noch einen
Förderpreis zu stiften. Der Hannelore-Greve-Literaturpreis wird für
herausragende Leistungen auf dem Gebiete der deutschsprachigen Literatur
verliehen. Beim Förderpreis handelt es sich um einen Wettbewerbspreis,
der ebenfalls alle zwei Jahre verliehen wird. Er ist mit 5.000 €
dotiert. Der nächste Wettbewerb wird mit dem Thema "fremd" ausgeschrieben.
In wiefern arbeitet die HHAV mit anderen Hamburger Organisationen
zusammen, also beispielsweise der Freien Akademie der Künste, dem
Literaturhaus Hamburg, das die monatliche Broschüre "Literatur in
Hamburg" herausgibt, und der Hamburger Kulturbehörde?
Wir sind froh darüber, dass uns mit vielen Institutionen Hamburgs
seit Jahren eine partnerschaftliche Zusammenarbeit verbindet. So
veranstalten wir mit der Feien Akademie der Künste, der Katholischen
Akademie, der Konrad Adenauer Stiftung und der Handwerkskammer, um die
wesentlichen zu nennen, jährlich mehrere Lesungen. Selbstverständlich
sind unsere Veranstaltungen auch immer in der Broschüre "Literatur in
Hamburg" vertreten.
Arbeitet die HHAV auch mit ähnlichen Organisationen anderer Städte
in Deutschland oder mit ausländischen Organisationen zusammen?
Mit anderen Institutionen deutscher Städte nicht. Mit ausländischen
ja. Durch unsere Auslandsreisen haben wir entsprechende Kontakte. Die
führen dann auch zu Gegenbesuchen, so wie im letzten Jahr, als uns eine
Delegation des PEN St. Petersburg besuchte.
Ist es in jedem Fall für Autoren sinnvoll, sich in der einen oder
anderen Gruppierung zu organisieren? Es gibt Vereine wie Quo Vadis oder
DeLiA, in denen sich Autoren historischer Romane bzw.
Liebesroman-Autoren zusammengeschlossen haben. Brauchen Autoren diesen
Austausch?
Ich halte das für wichtig. Obwohl ich, als ich mit dem Schreiben
anfing, mir darüber keine Gedanken gemacht hatte. Aber durch meine
Erfahrungen in der Hamburger Autorenvereinigung kann ich nur sagen, und
das höre ich auch immer wieder von unseren Mitgliedern, wie belebend der
Kontakt untereinander ist. Neben den offiziellen Gelegenheiten sieht man
sich privat nach Veranstaltungen oder auf Mitgliederabenden. Man lernt
sich kennen und kann Erfahrungen austauschen. Wenn ich heute Kollegen
treffe und auf die Mitgliedschaft der Hamburger Autorenvereinigung
anspreche, höre ich oft, dass sie sich darüber noch keine Gedanken
gemacht hatten oder aber ein anderes Bild von uns hatten. Eine meiner
ersten Amtshandlungen war es, nachdem ich Vorsitzender geworden war,
eine eigene Internetseite einzurichten. Auf dieser Seite sind
beispielsweise alle Veranstaltungen der letzten 28 Jahre vermerkt, und
auch sonst ist alles über uns zu erfahren, und sie hilft sehr, uns nicht
nur in der Öffentlichkeit, sondern gerade auch bei den Kolleginnen und
Kollegen bekannt zu machen.
Du bist Mitglied des
Verbandes Deutscher Schriftsteller (VS), der zur Verdi-Gewerkschaft
gehört. Welchen Nutzen können Autoren aus so einer Mitgliedschaft
ziehen?
Wie ich schon erwähnte, finde ich es wichtig, das die Autorinnen und
Autoren sich organisieren. Ich empfinde den VS als eine gute Ergänzung
zur Hamburger Autorenvereinigung. Während wir mit unseren
Mitgliederaktivitäten in starkem Maße versuchen, die Öffentlichkeit zu
erreichen, ist der VS wichtig für das, was wir auch brauchen:
Unterstützung und Rat in Fragen, die häufig rechtlicher Natur sind, und
zu denen sich eine Organisation wie die Hamburger Autorenvereinigung
nicht äußern kann und darf. Der VS kann verbindliche Regelungen, z. B.
für Vergütungen oder Vertragsangelegenheiten anbieten, kann Hinweis und
Hilfestellungen geben, die das Verhältnis der einzelnen Autorinnen und
Autoren zu anderen Institutionen betrifft.
Die Mitglieder der Hamburger Autorenvereinigung haben ein relativ
hohes Durchschnittsalter. Kaum jemand ist jünger als 35. Woran liegt
das?
Das liegt natürlich auch am demoskopischen Faktor unserer
Gesellschaft, und daran, dass die Hamburger Autorenvereinigung in der
Vergangenheit nicht so offensiv in der Öffentlichkeit aufgetreten ist.
Seitdem ich Vorsitzender bin, hat sich einiges geändert. Meine
Vorstellungen trafen dabei auf die Vorstellungen meiner
Vorstandskollegen und der Mitglieder, und es stellte sich heraus, dass
sie übereinstimmten. Es bedurfte nur eines Anstoßes, wie das manchmal
eben so ist, um etwas zu ändern. Wir haben durch unsere neue Ausrichtung
nicht nur im Förderbereich, sondern auch, und ganz besonders, im Bereich
der Autorinnen und Autoren viele neue Mitglieder gewinnen können, und
dabei auch viele jüngere. Wobei jung natürlich relativ ist. Ich bin ja
auch noch irgendwie jung. Zwar nicht vom Lebensalter, aber ich widme
mich dem Schreiben erst seit zehn Jahren. Unser jüngstes Mitglied ist
zur Zeit 30 Jahre alt. Als ich Vorsitzender wurde, gab es wenige unter
Fünfzig. Dass wir uns auch noch jüngeren Kolleginnen und Kollegen öffnen
wollen, zeigt der Beschluss der letzten Mitgliederversammlung, nach dem
der Vorstand ermächtigt ist, Autorinnen und Autoren, die jünger als 27
Jahre alt sind, beitragsfreie Mitgliedschaft zu ermöglichen.
Worin unterscheiden sich die Schriftsteller älterer und jüngerer
Generationen aus deiner Sicht hauptsächlich, und welche Impulse können
sie sich gegenseitig geben?
Was mich wirklich gewundert hat war, dass ich bei den jüngeren neuen
Mitgliedern viel mehr Bereitschaft wahrgenommen habe, für die Hamburger
Autorenvereinigung etwas zu tun. Das hat mich sehr gefreut. So wäre z.
B. die Herausgabe einer Mitgliedszeitschrift ohne ein ehrenamtlich
tätiges Redaktionsteam gar nicht möglich. Gerade in diesem Team sind
ausschließlich neue und jüngere Mitglieder. Ich glaube auch, dass gerade
die jüngeren Mitglieder noch viel mehr Interesse an Workshops haben, und
ich hoffe, dass unsere Älteren, Erfahreneren, ihren hoch geschätzten
Beitrag dazu leisten. Wenn sich die Älteren mit ihrer Erfahrung
einbringen und die Jüngeren mit ihrem Elan, dann kommt es zu einer Art
Symbiose, von der jeder einzelne, aber auch die Hamburger
Autorenvereinigung insgesamt, profitiert.
Die HHAV unterscheidet bei ihren Autoren nicht zwischen Lyrikern,
Literaten, Drehbuchschreiben oder Belletristikern, sondern hält sie alle
unter einem Dach. Gibt es hier Tendenzen oder Muster über die Zeit oder
die Generationen, die du beobachten kannst?
Ich sehe nicht, dass zwischen den Generationen große Unterschiede
bestehen. Vielleicht gibt es bei den älteren mehr Lyrikerinnen und
Lyriker. Das könnte aber auch daran liegen, dass es Lyrik im
Literaturbetrieb schwer hat.
Weshalb scheint es wenig junge große Literatur zu geben? Sind die
großen literarischen Themen alle schon behandelt, oder gibt es schlicht
weniger Leidensdruck in den jungen Generationen? Oder täuscht dieser
Eindruck?
Natürlich hat die ganze Leidenszeit Drittes Reich, Krieg und
Nachkriegszeit zu literarischer Auseinandersetzung geführt, und die
Unermesslichkeit dieser Leidenszeit natürlich auch zu unermesslichen
Werken. Und, wie man sieht, ist die literarische Aufarbeitung immer noch
nicht zu Ende.
Es ist die Aufgabe jeder Generation, sich mit der Gesellschaft
auseinander zu setzen, und die Literaten sind diejenigen, die am
berufensten dazu sind. Auch in der heutigen Zeit gibt es Dramen
(Arbeitslosigkeit, Immigration, Abschiebungen, Gewalt und Verwahrlosung
in der Familie, Hass gegen Ausländer etc.) und sie warten auf ihre
Autoren.
Die HHAV nimmt nur veröffentliche Autoren auf. Aber bis dorthin
ist es ja ein weiter Weg. Wie kann eine Autorenvereinigung
ambitionierten Einsteigern bei diesen ersten Schritten helfen?
Wir haben aus dieser Erfahrung, dass es schwer ist, für jeden
Einsteiger, einen Verlag zu finden, eine Kooperation mit "Books on
Demand" (BoD) geschlossen. Danach erhalten unsere Mitglieder einen
Rabatt auf die BoD-Preise, und wir werden die dort unter dem Label
"Edition HAV" erschienen Bücher auf einer Gemeinschafts-Veranstaltung
vorstellen. Für diejenigen, die noch gar nichts veröffentlicht haben,
bietet sich bei uns die Mitgliedschaft als Fördermitglied an, die dann
mit der Buchveröffentlichung in eine ordentliche Mitgliedschaft
umgewandelt wird. Wir sind darüber hinaus beratend tätig, wenn es darum
geht, was zu tun ist, um einen Verlag zu finden. Das kann sich
allerdings nur auf allgemeine Hinweise beschränken. Zukünftig ist
allerdings auch durch unsere Mitgliedzeitschrift und begleitende
Veranstaltungen eine umfassendere Betreuung für "Neueinsteiger" geplant
Anders als in anderen Ländern wird das Handwerk des Schreibens an
unseren Schulen und Universitäten nicht gelehrt. Bestenfalls wird man in
Germanistik und Literaturgeschichte unterwiesen. Schreibworkshops gibt
es nur durch private Initiativen. Gibt es aus deiner Sicht hier einen
Handlungsbedarf?
Unbedingt. Schreibwettbewerbe sind nötig. Schon an den Schulen. In
den USA gibt es an den Schulen solche Veranstaltungen. Dort kämpft
jeder, der sich daran beteiligt um den ersten Preis. So sollte es auch
hier sein. Es gibt auch in Hamburg an den Schulen eine ganze Menge
Schreibwettbewerbe. Soviel, dass wir in Absprache mit dem zuständigen
Mitarbeiter der Schulbehörde darauf verzichtet haben, einen weiteren zu
installieren. Aber es gibt keinen, soviel ich weiß, der von der Schule
selbst veranstaltet wird. Ich würde mir eine Tradition wünschen, an
jeder Schule, bei der ein jährlich stattfindendes Ereignis ein
Kurzgeschichten Wettbewerb ist.
Zuvor müsste man allerdings erst einmal Schreibunterricht geben. Ich bin
allerdings, was dieses Thema anbelangt sehr pessimistisch, da es aktuell
an den Schulen große Probleme gibt, überhaupt erst einmal das Lesen zu
vermitteln. Das liegt nicht allein an den Schulen oder den Lehrern.
Diejenigen Lehrer, die sich dafür einsetzen, erleben immer wieder, dass
sie von den Elternhäusern nicht unterstützt werden. Ich will ein
Beispiel geben: An einer Hamburger Schule sind, im Bemühen, wenigsten
einigen Kindern das Lesen von Literatur zu vermitteln, so genannte
Leseklassen eingerichtet worden. Auf freiwilliger Basis nehmen dort
Schülerinnen und Schüler an gesondertem Literaturunterricht teil. Als
den Kindern vor den Ferien im letzten Jahr Bücher genannt wurden, die
sie in den Ferien lesen könnten, beschwerten sich einige Eltern darüber.
Die Eltern verstanden dies als ungerechtfertigte Ferien-Hausarbeit ...
Um deine Frage zu beantworten, es gibt unbedingt Handlungsbedarf an den
Schulen, was Literatur anbelangt. Aber dazu gehört auch, dass im
Elternhaus der Boden dafür bereitet wird. Somit ist es nicht ein
Problem, das auf die Schulen beschränkt ist. Wir, als Hamburger
Autorenvereinigung, stellen Autoren, die in Schulen Lesungen
durchführen. Wir werden ab der Spielzeit 2006/2007 im Rangfoyer des
Deutschen Schauspielhauses einmal im Monat an einem Sonntag eine Kinder-
und Jugendbuch-Matinee veranstalten. Ich selbst nutze jede Gelegenheit,
vor Kindern zu lesen, und wenn es ein Lesenachmittag bei mir zu Hause
für die Nachbarskinder ist. Kleine Schritte. Aber ich denke, dass
langsam im öffentlichen Bewusstsein angekommen ist, wie wichtig Lesen
für die Kinder ist. Und auf Lesen baut sich Schreiben auf.
Welche Talente und Qualitäten sollte ein Einsteiger mitbringen,
der erfolgreich schreiben und publizieren möchte?
Er sollte schreiben können. Aber im Ernst: Dazu gehört natürlich
Talent. Ohne das braucht man nicht anzufangen. Aber es gehört weiterhin
dazu, dass man sich ausbildet. Du hast schon selbst darauf hingewiesen,
dass dies viel zu selten an den Universitäten geschieht. Aber man kann
sich die Technik des Schreibens auch selbst aneignen. Es gibt eine Reihe
von erstklassigen Fachbüchern über das Schreiben, beginnend mit
Aristoteles' Poetik bis zu Ludwig Reiners Stilkunst. Hilfreich sind aber
auch Kurse, die angeboten werden, oder Workshops, wie wir sie anbieten.
Neben klassischen Verlagen bieten sich Einsteigern immer häufiger
"Books On Demand" und Druckkostenzuschussverlage als Option an. Was
hältst du von diesen Möglichkeiten?
Ich hatte ja schon auf die Zusammenarbeit zwischen BoD und uns
hingewiesen und dabei auch darauf, welchen Vorteil diese Form der
Veröffentlichung bietet. Aber es gibt nicht nur die Einsteiger, die
keinen anderen Verlag finden. Es gibt auch Fälle, in denen die Verlage
alte Auflagen nicht wieder neu herausbringen wollen, der Autor aber den
Wunsch dazu hat. Oder Nischenprogramme, wie beispielsweise Novellen oder
Lyrik. Wir hatten aber auch einen Autoren, der lieber über unsere
Edition bei BoD veröffentlicht hat, als bei seinem Verlag, weil dieser
ihm eine bestimmte Tendenz für einen Erfahrungsbericht vorschreiben
wollte.
Nicht so positiv sehe ich die Druckkostenzuschussverlage. Die sind in
der Regel viel teurer als die Herstellung bei BoD, und der Autor muss
dort auch sehr viel eigene Arbeit leisten, um dem Buch zu einem
Verkaufserfolg zu helfen.
Wenn du angehenden Schriftstellern einen guten Rat oder eine
Weisheit mit auf den Weg geben könntest, was würdest du ihnen sagen?
Viel lesen, und zwar alles, und Mitglied bei der Hamburger
Autorenvereinigung werden.
Gino, vielen Dank für das Gespräch!
Das Gespräch führte Andreas Wilhelm |